Was ist die Ursache für mein niedriges Testosteron?

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Niedrige Testosteronwerte sind so gut wie normal, alleine in den USA sind vier bis fünf Millionen Männern davon betroffen.

Testosteron ist im menschlichen Körper ein wichtiges Hormon, welches ab ca. 30 Jahren abnimmt. Bei einigen Männern kann diese Reduzierung durchaus beachtlich sein. Zwischen 19 und 39 Prozent der älteren Männer haben zu niedrige Testosteronwerte.

Vor allem die ältere männliche Generation versucht deshalb ihre Werte mit einer Testosteron-Ersatz-Therapie zu verbessern, um eine mangelnde Libido, geringe Energie, sowie schlechte Muskelmasse wieder zu stärken.

Aber nicht nur ältere Männer sind von diesem Übel betroffen, denn auch junge Männer und sogar Jugendliche können ebenfalls niedriges Testosteron aufweisen.

Symptome von zu niedrigem Testosteron

Niedrige Testosteronkonzentrationen können durch Hypogonadismus entstehen. Wenn Hypogonadismus in der Pubertät auftritt, dann kann das normale Wachstum gefährdet sein. Es gibt nicht nur Probleme bei der Muskelentwicklung und einer tieferen Stimme, sondern auch die Gefahr von nicht entwickelten Geschlechtsteilen, überlange Gliedmaßen, eine Vergrößerung der Brust, sowie das Fehlen der üblichen Körperbehaarung.

Auch im späteren Leben führt ein Testosteronmangel zu weiteren Problemen. Die deutlichsten Symptome sind geringe Energie, wenig Muskelmasse, Erektionsstörungen und auch zu Unfruchtbarkeit kann es bei einem Mangel kommen. Weitere emotionelle und psychische Symptome sind Müdigkeit, verminderter Sexualtrieb und geistige Umnebelung.

Primärer Hypogonadismus

Eine Unterfunktion der Hoden führt zu primären Hypogonadismus. Bei dieser Unterfunktion produzieren die Hoden nicht ausreichend Testosteron um eine optimale Gesundheit und Wachstum zu garantieren. Sie kann auch genetisch bedingt sein, oder durch Krankheiten oder einen Unfall verursacht werden. Typische vererbte Störungen sind das Klinefelter Syndrom bei Männern bei denen man mit drei Geschlechtschromosomen geboren wird, also X, X und Y. Bei Frauen ist es das Turner Syndrom, bei dem anstatt zwei Geschlechtschromosomen nur eines in den Körperzellen vorhanden ist. Weitere vererbte oder genetische Bedingungen können auch ein Hodenhochstand sein, sowie eine Hämochromatose, bei der zu viel Eisen im Blut zu Hodenversagen führt. Der primäre Hypogonadismus ist übrigens auch als hypergonadotroper Hypogonadismus bekannt. Was Hodenverletzungen angeht, so muss diese an beiden Hoden vorliegen um den Testosteronspiegel zu beeinflussen. Eine Mumpsinfektion beispielsweise kann zu primären Hypogonadismus führen, auch Bestrahlungen oder Chemotherapie bei der Krebsbehandlung.

Sekundärer Hypogonadismus

Der sekundäre Hypogonadismus wird durch Schäden an der Hypophyse oder durch Defekte der hypophysären Releasinghormone bewirkt. Die Hypophyse oder der Hypothalamus steuern im Gehirn die Hormonproduktion. Vererbte oder Krankheitszustände im sekundären Hypogonadismus sind z.B.

  • die durch Medikamente verursachte Hypophyse, die auch durch kleine Tumore oder Nierenversagen verursacht werden kann
  • das Kallmann Syndrom, ein verminderter Geruchssinn mit einer Hoden- oder Ovarialen Unterfunktion
  • Entzündliche Krankheiten wie Sarkoidose, Tuberkulose und Histiozytose, die sich auf die Hirnanhangdrüse und den Hypothalamus auswirken können
  • AIDS, was ebenfalls die Hodenfunktion, die Hypophyse und den Hypothalamus beeinträchtigen können

Auch das Alter wirkt sich auf die Produktion und die Reaktion der Hormone aus. Desweiteren können auch Übergewicht die Einnahme von Medikamenten, sowie ein hoher Alkoholkonsum zu einem sekundären Hypogonadismus führen.

Was man selbst bei niedrigem Testosteron tun kann

Schon mit einigen kleinen Veränderungen im Lebensstil kann man bei niedrigem Testosteron eine Linderung der Symptome erreichen. Der erste Schritt hierzu ist eine gesunde Ernährung, sowie das erhöhen der täglichen Aktivitäten, so dass das Körperfett reduziert werden kann. Wenn es möglich ist, sollte man Glukokortikoidmedikamente wie z.B. Prednison oder opioide Schmerzmittel vermeiden.

Testosteron Ersatz

Möglicherweise wird eine Testosteron Ersatz Therapie (TRT) zur Behandlung bei einem zu niedrigem Testosteronspiegel in Erwägung gezogen. Diese Therapie kann als Unterstützung bei männlichen Teenagern mit Hypogonadismus für eine normale Entwicklung sehr wichtig sein. Ausreichende Testosteronwerte tragen zur Aufrechterhaltung der Gesundheit und auch zum Wohlbefinden von erwachsenen Männern bei.

Mögliche Nebenwirkungen einer Testosteron Ersatz Therapie

  • Akne
  • Schlafapnoe
  • Prostatavergrößerung
  • Hodenschrumpfung